du hast mich gebeten zu schweigen
es ist in meinen knochen drin
es spielt keine rolle, welche hände ich schon
auf meinem körper hatte
es ist in meinen knochen drin
es spielt keine rolle, welche hände ich schon
auf meinem körper hatte
es spielt keine rolle
wie klein ich bin
wie klein ich bin
oder ob ich überhaupt noch
irgendetwas bin
irgendetwas bin
ich bin die leere, die dich ausfüllt
ich bin der sturm, der dir das dach über dem kopf entreißt
ich bin die zukunft, die dir angst macht und die vergangenheit
die dich einholt
jeden tag
jeden schritt
ich bin der sturm, der dir das dach über dem kopf entreißt
ich bin die zukunft, die dir angst macht und die vergangenheit
die dich einholt
jeden tag
jeden schritt
nach unten zieht
ich bin der himmel
der über dir
in stücke zerfällt,
der über dir
in stücke zerfällt,
das faule obst
das vom baum fällt
das vom baum fällt
ich bin das licht
das du am ende des tunnels
nicht findest
das du am ende des tunnels
nicht findest
ich bin die bahnschiene
die den lebensmüden körper
auf seinem letzten abschnitt
trägt.
die den lebensmüden körper
auf seinem letzten abschnitt
trägt.
ich bin der wind
der deine frisur zerstört
und dir die tränen vom gesicht wischt.
der deine frisur zerstört
und dir die tränen vom gesicht wischt.
ich bin ein kind
das gebeten wurde zu schweigen.
das gebeten wurde zu schweigen.
und ich schweige.
ich schweige in die zeit hinein
um ihr wiederzugeben
was sie mir gestohlen hat.
um ihr wiederzugeben
was sie mir gestohlen hat.
ich bin das paradoxon
das x in der matheaufgabe
das du nie gefunden hast
ich bin der leere stuhl im klassenzimmer
und die krankheit in deiner stimme
das x in der matheaufgabe
das du nie gefunden hast
ich bin der leere stuhl im klassenzimmer
und die krankheit in deiner stimme
ich bin das zittern
das dein begleiter wurde
als niemand mehr da war
das dein begleiter wurde
als niemand mehr da war
ich bin die hand
an die du dich über dem abgrund hängend
klammerst
an die du dich über dem abgrund hängend
klammerst
ich bin die hand
die dich loslässt
die dich loslässt
ich sehe dir zu
wie du fällst.
wie du fällst.
Du bist der Textschreiber, der di Lieder meiner Lieblingsband verfasst. So verletzend und direkt hab ich sie woanders noch nie erlebt.
AntwortenLöschenIn Liebe...Nanouk.
Ich bin mir nicht sicher, was der Text andeutet. Vielleicht interpretiere ich zu viel hinein.
AntwortenLöschenDu bist die, die lebt.
Ich würde hier gern irgendwas schreiben, weil das so wundervoll ausgewählte Worte sind, aber mir selbst fehlen die Worte dafür.
AntwortenLöschenDu bist vor allem Überlebende. Selbst wenn es einem selbst nicht wirklich bewusst ist, ist das der erste und wichtigste Schritt in Richtung zu einem besseren Leben.
AntwortenLöschenDein Text berührt.
AntwortenLöschenEs kommt mir so falsch vor, hierzu irgendwas über mich zu schreiben, deshalb: du bist mutig. Du lebst. Obwohl es oft unmöglich scheint.
AntwortenLöschenUnd übrigens liebe ich alle deine Worte so sehr, auf der Liste meiner Lieblingsschreibenden bist du in dem Bereich ganz oben, in dem ich keine Abstufungen mehr vornehme, weil das jedem dort gegenüber ungerecht wäre. Danke dafür. (Das wollte ich dir schon länger mal schreiben.)