Sonntag, 17. April 2016

Es ist nicht fair, denke ich, es ist nicht fair.

Vielleicht ist es ein wenig so. Wie wir Geld und Rohstoffe und Menschenrechte verteilt haben, so ironisch, beinahe höhnisch, verteilt irgendeine größere Macht das Leben.

(leben kann man nicht spenden, kann man nicht tauschen, ich würde dir meins geben, ich würde nicht einmal zögern)

Und wir sehen so hilflos zu, dem Eisberg, auf den immer zugesteuert wurde. Ich bin so wütend über alle, die nie mitgefahren sind, weil sie nicht zerschellen wollten
(jeder kennt die geschichte, die titanic geht unter, so oder so, ich kann das einfach nicht)
Alleine auf einen Eisberg zurasen ist mühsamer, als dabei Hände zu halten. Ich bin so wütend auf alle, die sich dem entzogen haben, weil es sie nichts anging.
(früher habe ich es akzeptiert, habe vielleicht gedacht, dass darf jeder für sich entscheiden, aber sie darf auch nicht entscheiden, ob sie zerschellt oder nicht, sie darf das auch nicht)

Ich will mit ihr tausend erste Male sammeln, aber ich fasse diese Ungerechtigkeit nicht.
(Und ich schäme mich. Ich schäme mich so sehr. Ich schäme mich so sehr, dass ich nicht weiß, wie ich sie ansehen kann.)

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